Marketing-Lexikon
Hier findet ihr einen kleinen Ausschnitt des grossen Marketing Lexikon.
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Bei der Delphi-Methode handelt es sich um ein qualitatives Prognoseverfahren basierend auf einer mehrstufigen Expertenbefragung im Rahmen der Marktforschung.
Die Einzelantworten der Befragten werden ausgewertet und zu einem Ergebnis zusammengefasst. Daraufhin werden die Ergebnisse erneut zur Diskussion gestellt, die Fragestellung wird präzisiert. Man erhält somit ein Gruppenurteil zu einem hinterfragten Sachverhalt.
Diese Methode dient manchmal auch als Vorbereitung einer eigentlichen Befragungsaktion oder als klärendes Gespräch.
Beim Demarketing (auch Reduktionsmarketing) sollen die Marketingmassnahmen nicht für eine Steigerung sondern für eine Reduzierung der Nachfrage nach bestimmten Gütern dienen.
In unserer heutigen Gesellschaft sind hier besonders die Aufklärungskampagnen über die Gefahren von Alkohol und Tabak zu nennen, die das Ziel haben, den Absatz dieser Produkte zu verringern. Dadurch erwartet man sich Einsparungen, die über das Gesundheitswesen ansonsten die gesamte Volkswirtschaft belasten würden. Steuerausfälle werden dabei bewusst in Kauf genommen.
Aber auch die Schonung unserer natürlichen Ressourcen und Rohstoffe fällt darunter. Durch Vermeidung von unnötigen Umverpackungen oder der Förderung von PKW mit geringerem Benzinverbrauch wird das Ziel der Einsparung und eine geringere Umweltbelastung erreicht. Programme zur Intensivierung der Nutzung von Solar- und Windenergie schont die endlichen Erdölvorkommen und schafft eine Unabhängigkeit der Wirtschaft vom Ölweltmarkt.
Beschreibung der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Bevölkerungsstruktur eines Landes:
Alter, Wohnort, Einkommen, Vermögen, Religion, Familienstand...
Die demoskopische Marktforschung beschäftigt sich mit der Erhebung von subjektbezogenen Daten, also Alter, Geschlecht, Wohnort, Kinderzahl, Einkommen etc.
Siehe im Gegensatz dazu die produktbezogene ökoskopische Marktforschung.
Wirtschaftsprozess auf Basis elektronischer Technologien.
Über Online-Systeme getätigte Käufe und Verkäufe.
Oberbegriff für alle Arten des Vertriebes von Waren und Dienstleistung unter Zuhilfenahme von elektronischen Medien. Eine gleichzeitige Anwesenheit der beteiligten Partner an einem Ort ist nicht mehr erforderlich.
Neben der gebräuchlichsten Form, die Waren via Internet anzubieten, können die Waren aber auch mittels elektronischer Kataloge oder Multimedia-CDs vertrieben werden. Die letztgenannten Möglichkeiten bieten heute regelmässig einen Direktanschluss an die Homepage des Herstellers, sei es durch eingearbeitete Links oder selbststartende Übertragungsprogramme.
Für die Übermittlung der Waren werden jedoch weiterhin die konventionellen Distributionswege (Versand) in Anspruch genommen. Allerdings gilt dies nicht für Download-Angebote auf dem Softwaresektor oder gar ASP-Anwendungen, bei denen die Software (die Dienstleistung) gemietet wird.
Efficient Consumer Response
Verbesserung der Wertschöpfungskette durch enge Kooperation zwischen Handel und Industrie, um den Verbraucher effektiver zu erreichen und gleichzeitig Reibungsverluste zu vermeiden sowie Kostenpotenziale auszuschöpfen.
Die Abkürzung eCRM bedeutet ein durch Online-Services (sogenannte E-Services) unterstütztes CRM (Customer Relationship Management) und Kundendienst. Die Unterstützung und Betreuung der Kunden erfolgt in diesem Zusammenhang auf der Unternehmenswebseite u.a. mit Hilfe von FAQ (Frequently Asked Questions), Rubriken mit technischen Tipps und Hinweisen, Email-Service, Live Chats bzw. Online Self-Service Datenbanken, in denen der Kunde selbst die Antwort für ein bestimmtes Problem suchen und nachschlagen kann.
eCRM ist für Unternehmen relativ kostengünstig durchzuführen. Jedoch sollte die Benutzerfreundlichkeit gewährleistet sein, die Konzepte gründlich und sorgfältig geplant bzw. die Informationsressourcen sorgfältig gepflegt werden.
Im ECSI-Modell (ECSI = European Customer Satisfaction Index) sind das Image des Unternehmens, die Kundenerwartungen, die Qualität des Leistungsangebotes und der von den Kunden wahrgenommene Nutzen enthalten, die als interdependente Faktoren die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung beeinflussen. Diese sechs sog. Strukturvariablen werden mehrdimensional anhand von Indikatorvariablen gemessen (z. B. Kundenzufriedenheit mit Hilfe von «Gesamtzufriedenheit», «Erfüllung der Kundenerwartungen» oder «Vergleich des Anbieters mit einem Idealanbieter»).
Mit Hilfe der Kausalanalyse wird die Stärke der Beziehungen zwischen den Variablen des Modells bestimmt. Zusammenhänge zwischen Struktur- und Indikatorvariablen werden durch Messparameter ermittelt, welche zur Bildung von Indizes (u. a. Zufriedenheitsindex, Qualitätsindex) verwendet werden. (Vgl. Manfred Bruhn, «Qualitätsmanagement für Dienstleistungen», 5. Auflage, Springer)
Electronic Data Interchange
Austausch von Informationen zwischen Handelspartnern mittels elektronischer Datenübertragung.
Anzeige, die in ihrer Gestaltung wie ein redaktioneller Beitrag wirkt.
Zwar sind Anzeigen als solche auch zu kennzeichnen. Wählt man jedoch diese Form, eine Anzeige zu präsentieren, fällt das Wörtchen «Anzeige» über dieser eigentlich kaum auf.
Besonders geschickt ist es, diese Anzeigen in einem Special-Interest-Umfeld zu platzieren. Hier bietet sich eine nebenstehende Reportage zu dem Thema des Produkts an, oder Themen-Zeitschriften.
www.efqm.org
Abkürzung für European Foundation of Quality Management. Die EFQM ist eine gemeinnützige Organisation mit mehr als 800 europäischen Mitgliedsunternehmen.
Vision der EFQM ist die herausragende Positionierung europäischer Organisationen im globalen Wettbewerb, indem ihnen eine umfassende Managementmethode an die Hand gegeben wird, mit der sie Excellence, nachhaltige Spitzenleistungen auf allen Managementebenen, erreichen können. (Total Quality Management).
Die EFQM hat das EFQM-Modell für Excellence, ein aus neun Kriterien bestehendes Managementmodell, entwickelt, um den Reifegrad einer Organisation auf dem Weg zu Excellence und ihre Verbesserungspotenziale festzustellen und ihren kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu begleiten.
Die Einführungsphase bezeichnet eine Frühphase des Produktlebenszyklus. (Nachfolgende Phasen sind Wachstumsphase, Reifephase, Sättigungsphase und Abschwung (Degenrationsphase).
Besonders auffällig ist hier, dass in dieser Einführungsphase nur geringe oder meistens sogar nur negative Deckungsbeiträge generiert werden können.
Das Umsatzwachstum ist zunächst noch gering, da sich das Produkt seinen Platz am Markt erst schaffen muss. (Mit steigender Akzeptanz lässt sich dann auch der Umsatz steigern.) Dafür sind in dieser Phase jedoch grosse Aufwendungen für Marketing und Vertrieb notwendig.
Werbung, die der Einführung eines neuen Angebotes dient.
Prozentualer Anteil von Personen oder Haushalten, die eine bestimmte Hörfunk- oder Fernsehsendung gehört oder gesehen haben. Die Einschaltquote kann z. B. von der GfK, die ca. 5.600 ausgewählte Haushalte erfasst, festgestellt werden.
Wichtig für die Kundengewinnung ist die Einstellung der Menschen gegenüber dem Produkt.
Diese Einstellungen haben ihre Ursachen in vielen Faktoren. Umwelt, Einkommen, Bildung und soziale Umgebung üben hier ihren Einfluss aus.
Einstellungen können sich im Laufe eines Lebens durch den immerwährenden Lernprozess des menschlichen Individuums weiterentwickeln und ändern.
«Einstellung ist ein generelles / allgemeines und länger anhaltendes positives oder negatives Gefühl gegenüber einer Person, Objekt oder Thema.» (Petty & Cacioppo, 1981)
Einstellungen sind innere mentale Haltungen, die aus Gefühlen, Emotionen oder Meinungen als Reaktion auf äussere Situationen entstehen. Sie beeinflussen das Verhalten von Personen. Deshalb ist es wichtig, diese zu messen, zu untersuchen bzw. zu analysieren. Die Einstellungsmessung dient dazu, die Meinung der Konsumenten, Kunden, Mitarbeiter und der Allgemeinheit herauszufinden.
Als Eisbrecherfrage bezeichnet man eine Frage, die zu Beginn des Interviews gestellt wird. Sie sollte so formuliert sein, dass sie das Interesse des Befragten weckt und ein angenehmes Gesprächsklima schafft. D. h. sie dient dem allgemeinen «Warmlaufen», bevor das eigentliche Gespräch beginnt.
Eingebettete Systeme
Hierbei handelt es sich um Geräte, die über eine integrierte Internetfunktion verfügen. Neben Handys, Handhelds, Autos und Spielzeugen kann dies auch bei «normalen» Haushaltsgeräten wie Kühlschränken, Mikrowellen oder Waschmaschinen der Fall sein. Diese Geräte lassen sich dann von überall auf der Welt steuern.
Gleichzeitig können die Geräte untereinander kommunizieren. So können Kühlschränke Fehlbestände durch Bestellungen ausgleichen, Heizungsanlagen können durch einen entsprechenden Befehl auf besondere Temperaturwünsche reagieren.
Künstlich geschaffenes Wort aus den Bestandteilen Emotion (Gefühl) und Icon (Zeichen).
Mittels dieser «Gefühlszeichen» möchte der Schreiber in eMails oder Chat-Beiträgen, denn dort werden die Emoticons überwiegend eingesetzt, sein Gefühl herüberbringen.
Eines der wichtigsten und bekanntesten Emoticons ist der Smiley, der unsere gute Laune zum Ausdruck bringen soll. Es gibt aber auch solche, die Erstaunen, Ärger oder Wut symbolisieren.
:-) ;-) :-O :-> ?:-( |:-) :-]
Emotionen bewirken viel im Marketing und sind daher fester Bestandteil des überwiegenden Teils aller Werbebotschaften.
Durch den Appell der Werbebotschaft an einen bestimmten emotionalen Reiz, kann der Verbraucher das beworbene Produkt später mit dem kommunizierten Gefühl assoziieren. Spricht es ihn an, wird er das Produkt kaufen.
Gängige Emotionen sind Bedürfnisse nach Sicherheit (Volvo, Versicherungen), Coolness (Ray-Ban-Brillen) oder Prestige (BMW, Mercedes, Porsche, Jaguar usw.).
Die am häufigsten verwendete emotionelle Komponente dürfte jedoch die Erotik sein. Egal, ob Dessous, Joghurt oder feuchtes Toilettenpapier verkauft werden soll, wirkt ein Stück nackte Haut immer wieder anziehend auf die Blicke der Betrachter.
Durch das Beladen des Produktes mit bestimmten Emotionen wird der Konsum dieses Gutes zu einer Belohnung für den Verbraucher. Man gönnt sich ja sonst nicht.
Im Gegensatz zum traditionellen Marketing hat das Face-to-Face Marketing den Vorteil, dass dabei direkt auf die Signale des Kunden oder Interessenten eingegangen werden kann. So entstehen laufend Rückkopplungen (Feedback) zwischen den Kommunikationspartnern in Form von Rückfragen und abwechselndem Gespräch. Diese führen zu unmittelbaren Verständigungsmöglichkeiten und hoher Flexibilität. So beeinflussen sich die Partner gegenseitig, was wiederum zu einer hohen Effizienz führt.
In der Kommunikation benötigt man Sender und Empfänger. Bei Werbebotschaften setzt man im Regelfall die Massenkommunikation ein, wobei ein Sender seine Botschaft an viele Empfänger verbreitet.
Im Gegensatz dazu geht es bei der Face-to-Face-Kommunikation um die persönliche Kommunikation, bei dem sich die beiden Kommunikationspartner von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzen.
Diese Form hat den Vorteil, dass auch indirekte Signale des Gegenübers sofort erkannt, ausgewertet und berücksichtigt werden können. Dabei wechselt die Rolle zwischen Sender und Empfänger ständig.
Das persönliche Gespräch sollte durch Zuhören und die sofortige Beantwortung der auftretenden Fragen geprägt sein.
Es sind Presseerzeugnisse, die sich an eine bestimmte Berufsgruppe wendet, z. B. an Techniker, Bäcker etc.
Hierbei handelt es sich um einen Begriff für die Umschreibung der optimalen Präsentation von Waren im Verkaufsregal. Dabei kann dieses Optimum bei den entsprechenden Produkten durch unterschiedliche Prinzipien erreicht werden:
  • Warengliederungsprinzip
  • Preisklassenprinzip
  • Bedarfsbündelungsprinzip
  • Komplementärprinzip.
Beispielsweise finden die beiden letztgenannten Prinzipien im Lebensmittelbereich Anwendung.
Langsames Ein- bzw. Ausblenden einer Szene in bzw. aus einem Bild.
Familien(kauf)entscheidungen (auch Gruppenentscheidungen) werden häufig bei höherwertigen Konsumgütern getroffen. Hier sind Autos, Häuser oder auch Urlaubsreisen zu nennen.
Die Entscheidungsfindung kommt durch die Einbeziehung aller Gruppenmitglieder zustande. Dabei ist es für das Marketing schwer, den jeweiligen Entscheider zu lokalisieren, denjenigen also, der bei solchen Entscheidungen das letzte Wort hat.
Sind es beim Thema Urlaub die Kinder, da sie sich für den Club-Urlaub mit entsprechendem Freizeitangebot entscheiden? Die Eltern können währenddessen ihren Hobbys nachgehen?
Ist es beim Auto der Mann, der sich die Kompetenz anmasst? Oder ist es die Frau, die das Auto täglich für Besorgungsfahrten benötigt und die ihren Mann zur Arbeitsstelle fährt?
Ist es beim Haus der Mann als hauptsächlicher Geldgeber oder die Frau als hauptsächliche Gestalterin?
Wer sich in das Thema vertiefen möchte, findet bei MediaLine einen Artikel mit umfangreichen statistischen Informationen sowie Literaturhinweisen.
Die amerikanische Marketing-Expertin Faith Popcorn hat in ihren Untersuchungen verschiedene Megatrends herausgearbeitet, nach denen sich Menschen klassifizieren lassen.
Ein Megatrend ist dabei die Sucht nach dem Abenteuer, der Fantasy in unserem Leben, wobei Bedingung ist, dass das Abenteuer immer planbar und steuerbar bleibt.
Ein Besuch in einem Freizeitpark, der Verzehr exotischer Speisen, die Fahrt in der Achterbahn, das Spielen von Rollenspielen, alles das ermöglicht den gewissen Nervenkitzel bei gleichzeitiger Kontrolle des Risikos. Dieser Megatrend lässt sich marketingtechnisch natürlich voll ausnutzen und befriedigen. Und immer wieder schiessen neue Angebote wie z. B. Bungee-Springen aus dem Boden um die Neu-Lust der Kunden zu befriedigen.
Frequently Asked Questions
In Verbindung mit einem Produkt oder einer Dienstleistung entstehen beim Kunden zwangsläufig auch Fragen. Einige dieser Fragen tauchen wiederholt auf, so dass man hier durch eine Auswertung die häufigsten Fragen ermitteln und vorab beantworten kann.
Im Internet geschieht dies häufig durch eine FAQ-Site, die diese Fragen behandelt, damit sich der Support dann auf die differenzierteren Fragen konzentrieren kann. Man kann diese Fragen aber auch in Form eines Beilegers zum Produkt abhandeln.
Auf alle Fälle sollte die Möglichkeit genutzt werden, den Neukunden die gewünschten Informationen zur Verfügung zu stellen.
Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit des Faxabrufes.
Der Interessent kann sich die gewünschte Information selbst auswählen und dann als Fax abrufen.
Die Möglichkeiten reichen hier von Preislisten über Testergebnisse bis hin zu Bauanleitungen und Handbüchern, die dem Kunden oder Interessenten auf diesem Weg zur Verfügung gestellt werden können. Damit sichert sich der Anbieter der Informationen eine 24-Stunden-Erreichbarkeit. Die Kosten trägt dabei der Abrufende.
Vergl. auch Fax-Polling
Beim Fax-Polling kommt der Empfänger des Fax-Dokumentes für die Verbindungskosten auf. Dies setzt jedoch das Einverständnis des Empfängers voraus.
Vergl. auch Fax on Demand
Das am stärksten ansprechende und werbewirksamste Element einer Anzeige.
Reaktion, Antwort auf eine werbliche Aktion.
Um über das Internet mit den Kunden bzw. den Usern in Verbindung zu treten, kann die Möglichkeit eines Feedback-Formulars genutzt werden. Dafür ist die Einbindung eines entsprechenden Formulars in den Internetauftritt notwendig.
Der User füllt es mit Anregungen oder konstruktiver Kritik versehen aus und kann es auf einfachste Weise an eine vorprogrammierte eMail-Adresse zurücksenden. Von dort aus können die Daten dann verarbeitet, in Datenbanken eingelesen oder weitergeleitet werden.
Das Formular bietet die Gelegenheit, je nach Aufgaben- oder Fragestellung, sowohl offene und schwer auswertbare Fragen, wie auch vorgegebene und statistisch auswertbare Antworten zurückzuerhalten.
Anteil an der Verbreitung, der nicht die gewünschte Zielgruppe erreicht
Letzte künstlerisch-dramaturgische Überarbeitung eines Films
Die Feldarbeit bezieht sich auf den Prozess der Datenerhebung. Es ist der Zeitraum eines Projektes, in dem die Befragung durchgeführt wird. Zahlreiche Marktforschungsdienstleister haben sich auf diesen Bereich spezialisiert und bieten ausschliesslich sogenannte Field Services an.
Originelle, ungewöhnliche, meist humorvolle Idee zur Steigerung des Aufmerksamkeitswertes
Im Marketing geht es auch immer wieder um die Psychologie der Kunden. Daher finden sich in meinem Lexikon auch ein paar Begriffe aus dieser Wissenschaft.
Die Ganzheitspsychologie geht davon aus, dass die gesamte menschliche Wahrnehmung nicht von einzelnen Faktoren, sondern von deren gesamten Zusammenspiel beeinflusst wird.
Es ist also auch der Kontext der Wahrnehmung, die gemachten Erfahrungen und vorhandenen Einstellungen, die die Wahrnehmung beeinflussen. Dies gilt es besonders zu beachten, wenn man die Wirkung einer Werbung vorhersagen möchte oder wenn man die Zielsetzung einer Werbung festlegt.
Säulen bzw. Tafeln, die dem Anschlag jeweils nur eines Werbungstreibenden vorbehalten sind, meist auf öffentlichem Boden platziert
Lückenanalyse
Ein in der Praxis gebräuchliches Instrument, um Notwendigkeit und Umfang strategischer Massnahmen, die zur Erreichung eines langfristigen, existenzsichernden Renditeziels erforderlich sind, zu beurteilen. Die Gap-Analyse ist leicht einsetzbar und beruht auf der systematischen Verknüpfung von Budget, Mittelfristplanung und strategischer Zielsetzung. Durch Extrapolation der Kurz- und Mittelfristplanung über einen strategischen Zeitraum wird die «strategische Zielabweichung» aufgedeckt. Diese kann, nachdem vorher bekannte Rationalisierungsreserven aufgearbeitet und alle vorhandenen Potenziale genutzt werden, nur durch strategische Massnahmen (Schaffung neuer Potenziale) geschlossen werden.
Eine Garantieleistung gilt als Versprechen eines Anbieters in Hinblick auf die Haltbarkeit und Funktionstüchtigkeit eines Produktes oder die Korrektheit einer Dienstleistung.
Sie gehört zum erweiterten Produkt und kann neben einigen gesetzlichen Vorschriften variabel gestaltet werden. Es gibt Hersteller, die auf ihre Produkte eine lebenslange Garantie gewähren. Das ist nicht bloss ein Marketing-Gag, sondern durchaus kaufmännisch gerechtfertigt. (Beispiele sind hier Tupperware und Land´s End)
Definition 1:
Als Gattungsmarke bezeichnet man hauptsächlich Marken, deren Name für eine ganze Gattung von Produkten zum Synonym geworden ist. So fragt man nicht nach einem Papiertaschentusch, sondern nach einem Tempo; man klebt nicht mit einem Alleskleber, sondern mit Uhu; man benutzt kein Papiertuch, sondern ein Kleenex.
Marken, die es geschafft haben, eine derartige Position im Sprachgebrauch einzunehmen, verdrängen alle anderen Produkte gleicher Gattung in die Namenlosigkeit. Allerdings müssen auch solche Produkte an ihrem Image, an ihrem Profil, an ihrer Werbung arbeiten. Denn eigentlich sind diese Produkte beliebig austauschbar: es gibt auch andere Papiertaschentücher, mit denen man sich die Nase putzen kann, die weich sind und nicht sofort reissen. Hier gilt es, sich ständig als kompetenteste Marke auf dem Gebiet der Papiertaschentücher zu beweisen.
Eines haben viele Gattungsmarken gemeinsam: Sie sind im Zuge einer technischen Neuerung entstanden und waren die ersten in ihrer Produktgattung. Der Kunde hatte noch keine etablierte Bezeichnung für diese Produktgattung und bediente sich daher des Markennamens.

Definition 2:
Weniger gebräuchlich ist die Definition als Form einer Handelsmarke, die sich durch einen niedrigen Preis im Rahmen einer Discounterstrategie auszeichnet (No-Names, Generika, etc.). Diese Produkte besitzen kein eigenes Image, sondern leben von der Discountermarke.
Schutz auf Gebrauchsgegenstände oder Arbeitsgeräte, die in der Formgebung neuartig und von praktischer Gebrauchsfähigkeit sind. Die Schutzfrist beträgt 3 Jahre und kann verlängert werden.
Platzierungsvorschrift einer Anzeige, die gegenüber einer Textseite erscheinen soll
Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte für Deutschland. Zweck des Vereins ist der Schutz der Urheberrechte und der Einzug bzw. die Verteilung der Einnahmen.
Gemeinsame Werbeaktivitäten von Firmen gleicher Branchen, werbliche Zusammenschlüsse von Einzelhandelsfirmen, um ein bestimmtes Einkaufsgebiet (z. B. Innenstadt) attraktiver zu machen, gemeinsame Werbeaktionen von Kommunen, Institutionen, Verbänden u.a. Vorteil der Gemeinschaftswerbung: Ergänzung der Individualwerbung durch Image-Aufwertung, dadurch Erweiterung der Distribution, Erschliessung neuer Zielgruppen für jedes einzelne Mitglied des Gemeinschaftswerbe-Verbunds. Achtung: Gemeinschaftswerbung ersetzt nicht die Individualwerbung.
Produkte oder Angebote von allgemeinem Interesse.
Es bietet sich der Vorteil eine breite Masse anzusprechen, verhindert aber die Fokussierung auf eine spezielle Gruppe oder ein bestimmtes Themengebiet.
General Interest Produkte kann halt jeder gebrauchen. Das erschwert aber auch die Werbebedingungen, da sich der Kunde keine grossen Gedanken machen möchte.
Beschränkt in einem Fragebogen die Antwortmöglichkeiten auf einen vorgegebenen Antwortenkatalog.
z. B.:
Kenne Sie das Meier&Meier Marketing Lexikon?
Waren Sie schon einmal in der Schweiz in den Ferien?